Firmenkunden
Versicherungen für Selbstständige: Was wirklich abgesichert sein muss
Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit entfällt der automatische Schutz des Arbeitgebers vollständig. Wer nicht aktiv vorsorgt, riskiert, dass ein einziger Schadensfall oder eine längere Krankheit die Existenz gefährdet.

Verständlich erklärt
- BausteinBetriebshaftpflicht als Basisschutz für jeden Betrieb
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Kurz beantwortet
Selbstständige brauchen mindestens eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht, eine Krankenversicherung mit Krankentagegeld und eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Diese drei Bausteine schützen vor den finanziell folgenreichsten Risiken: Haftungsansprüchen, Einkommensausfall bei Krankheit und dem dauerhaften Verlust der Arbeitskraft.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Betriebshaftpflicht schützt vor Personen-, Sach- und – je nach Tarif – Vermögensschäden, die im beruflichen Kontext entstehen.
- Selbstständige ohne Krankentagegeld erhalten bei Arbeitsunfähigkeit kein Einkommen – die laufenden Betriebskosten laufen dennoch weiter.
- Privathaftpflicht schließt berufliche Schäden ausdrücklich aus – für Selbstständige ist eine eigenständige Betriebs- oder Berufshaftpflicht zwingend.
- Wer nicht oder kaum in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, muss privat vorsorgen – je früher der Start, desto mehr Spielraum bleibt.
- Betriebe mit Mitarbeitenden sind zur Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft verpflichtet – Stand: aktuelle Rechtslage, im Einzelfall prüfen.
Warum verändert die Selbstständigkeit den Versicherungsbedarf so grundlegend?
Als Angestellter zahlt der Arbeitgeber die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge, stellt Lohnfortzahlung sicher und übernimmt oft Teile der betrieblichen Vorsorge. Mit dem Wechsel in die Selbstständigkeit entfällt dieses System vollständig. Einzelunternehmerinnen und Freiberufler tragen das gesamte finanzielle Risiko allein – im Krankheitsfall ebenso wie bei Haftungsansprüchen oder nach einem Betriebsunfall.
Gleichzeitig ist die finanzielle Lage in der Gründungsphase oft angespannt. Beiträge wirken wie eine Last. Dabei sind es genau diese Monate, in denen ein einziger ungesicherter Schadensfall die gesamte Existenz gefährden kann.
Welche Versicherungen sind für Selbstständige besonders wichtig?
Nicht jede Police passt zu jedem Betrieb. Entscheidend ist, welches Risiko im konkreten Fall am schwersten wiegt. Einige Bausteine sind aber branchen- und größenübergreifend für Selbstständige zentral:
- Krankenversicherung: Selbstständige müssen sich selbst versichern – gesetzlich oder privat. Entscheidend ist auch die Absicherung bei längerer Arbeitsunfähigkeit, je nach Tarif.
- Krankentagegeld: Fällt das Einkommen wegen Krankheit weg, läuft der Betrieb dennoch weiter. Ein Krankentagegeld schließt diese Lücke – je nach Tarif ab dem ersten, dritten oder achten Tag.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer durch Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung allenfalls eine Erwerbsminderungsrente – und das nur unter strengen Voraussetzungen.
- Betriebs- oder Berufshaftpflicht: Wer einen Schaden beim Kunden verursacht, haftet persönlich – mit dem gesamten Privatvermögen. Für beratende Berufe ist zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflicht sinnvoll, meist nach Tarif.
- Altersvorsorge: Wer nicht in einem rentenversicherungspflichtigen Beruf tätig ist, baut ohne eigene Initiative kaum Rentenansprüche auf. Diese Vorsorge muss selbst strukturiert werden.
- Sachversicherungen für den Betrieb: Büroeinrichtung, Maschinen, Warenlager – eine Inhaltsversicherung sichert das Betriebsinventar ab. Bei produzierenden Betrieben kommt meist eine Betriebsunterbrechungsversicherung hinzu.
Welche Risiken kennen Selbstständige im Main-Kinzig-Kreis besonders?
Langenselbold und die Umgebung – Hanau, Gelnhausen, Bruchköbel – sind ein lebhafter Wirtschaftsraum mit vielen kleinen Betrieben, Handwerkern, Dienstleistern und Freiberuflern. Ein Elektriker aus dem Hanauer Umland, der bei einem Kunden einen Schaden verursacht, oder ein IT-Dienstleister in Gelnhausen, dessen Beratungsfehler zu Datenverlust beim Auftraggeber führt – diese Situationen sind keine Theorie.
Handwerk und Produktion
Handwerklich tätige Selbstständige brauchen eine belastbare Betriebshaftpflicht, die auch Folgeschäden beim Kunden einschließt. Hinzu kommen oft Inhalts- und Maschinenversicherungen.
Beratung und Planung
Wer beratend oder planerisch arbeitet, braucht zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflicht. Reine Vermögensschäden sind in vielen Standard-Betriebshaftpflichtpolicen ausgeschlossen.
Für Betriebe mit Mitarbeitenden kommen weitere Pflichten dazu: gesetzliche Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft sowie ggf. betriebliche Altersvorsorge und Sozialversicherungsbeiträge. Mehr zur Absicherung von Mitarbeitenden finden Sie unter Mitarbeiterversicherungen bei Poth & Poth.
Welche Versicherungslücken entstehen bei Selbstständigen am häufigsten?
Nach zwei Jahrzehnten Beratung in der Region begegnen Jessica Poth und ihrem Team bei Poth & Poth oHG immer wieder dieselben Lücken im Absicherungsprofil von Selbstständigen:
- Keine oder unzureichende Absicherung bei Berufsunfähigkeit – oft mit der Begründung, man sei jung und gesund
- Krankenversicherung ohne Krankentagegeld: Im Krankheitsfall fließen keine Einnahmen, die laufenden Kosten aber laufen weiter
- Betriebshaftpflicht ohne Vermögensschadenskomponente – gerade bei beratenden Berufen ein häufig unterschätztes Problem
- Private Haftpflicht, die fälschlicherweise als Absicherung für berufliche Schäden verstanden wird – obwohl sie betriebliche Risiken explizit ausschließt
- Altersvorsorge, die erst Jahre nach der Gründung angegangen wird – mit entsprechend weniger Zeit bis zur Rente
Was umfasst ein Versicherungs-Check für Selbstständige bei Poth & Poth oHG?
Poth & Poth oHG ist eine Versicherungsagentur in Langenselbold mit 3.500 Kunden in der Betreuung. Seit 20 Jahren begleiten Jessica Poth und ihr Team Privat- und Firmenkunden im Main-Kinzig-Kreis – darunter viele Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe.
Ein Versicherungs-Check für Selbstständige beginnt dort, wo viele allgemeine Beratungen aufhören: beim konkreten Betriebsmodell. Was ist die eigentliche Tätigkeit? Welche Risiken entstehen daraus? Welche Verträge bestehen bereits – und schließen sie das ab, was sie versprechen?
Persönlich vor Ort
Beratung in unserem Büro in der Gottlieb-Daimler-Str. 1, 63505 Langenselbold – kurze Wege für Betriebe aus dem Main-Kinzig-Kreis.
Telefonisch
Schnelle Einschätzung unter 06184 9937044 – ohne Anfahrt, ideal für Selbstständige mit vollem Terminkalender.
Per Video
Vollwertige Beratung per Videoanruf – auch abends nach Absprache, damit Ihre Arbeitszeit geschützt bleibt.
Wer bestehende Verträge mitbringt, erhält eine ehrliche Einschätzung, ob Lücken bestehen. Wir prüfen auch Verträge anderer Versicherer – kostenlos und ohne Verpflichtung.
Privathaftpflicht oder Betriebshaftpflicht – was gilt für Selbstständige?
| Merkmal | Privathaftpflicht | Betriebs-/Berufshaftpflicht |
|---|---|---|
| Abgedeckte Risiken | Private Schadensereignisse im Alltag | Schäden im beruflichen und betrieblichen Kontext |
| Berufliche Schäden | Ausdrücklich ausgeschlossen | Kernbestandteil des Schutzes |
| Vermögensschäden | Meist nicht eingeschlossen | Je nach Tarif als Baustein ergänzbar |
| Gilt für Mitarbeitende | Nein | Ja, meist eingeschlossen |
| Pflicht für Selbstständige | Nicht zwingend, aber empfohlen | Für viele Berufsgruppen faktisch unverzichtbar |
| Kombination sinnvoll? | Ja – für private Risiken weiterhin relevant | Ja – ersetzt nicht den privaten Schutz |
Häufige Fragen zu Versicherungen für Selbstständige
Bin ich als Selbstständige oder Selbstständiger automatisch krankenversichert?
Nein. Mit der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit endet in der Regel der Krankenversicherungsschutz über den früheren Arbeitgeber. Sie müssen sich eigenständig versichern – gesetzlich oder privat. Eine Versicherungspflicht bleibt bestehen; fehlt der Schutz, entstehen Nachzahlungspflichten.
Reicht meine Privathaftpflicht als Selbstständige oder Selbstständiger für berufliche Schäden aus?
Nein. Die Privathaftpflicht schließt Schäden aus beruflicher oder gewerblicher Tätigkeit ausdrücklich aus. Für betriebliche Risiken brauchen Selbstständige eine eigenständige Betriebs- oder Berufshaftpflicht, je nach Tätigkeit ergänzt um eine Vermögensschadenshaftpflicht.
Was passiert mit meiner Altersvorsorge, wenn ich mich selbstständig mache?
Das hängt von der Berufsgruppe ab. Bestimmte Selbstständige sind rentenversicherungspflichtig, andere nicht. Wer nicht einzahlt, baut kaum gesetzliche Rentenansprüche auf und muss privat vorsorgen – je früher der Start, desto mehr Spielraum bleibt.
Brauche ich als Solo-Selbstständiger eine Berufsgenossenschaft?
In manchen Branchen ja, in anderen nicht. Handwerkliche Berufe sind meist pflichtversichert; für andere Selbstständige besteht eine freiwillige Versicherungsmöglichkeit. Wer Mitarbeitende hat, muss diese grundsätzlich bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anmelden – Stand: aktuelle Rechtslage, im Einzelfall prüfen.
Wie oft sollte ich meinen Versicherungsschutz als Selbstständige oder Selbstständiger überprüfen?
Immer dann, wenn sich der Betrieb verändert: neues Leistungsangebot, neue Mitarbeitende, Umzug oder deutlich veränderter Umsatz. Als Faustregel gilt: mindestens alle zwei bis drei Jahre – und nach jedem größeren unternehmerischen Schritt.
Was kostet ein Versicherungs-Check für Selbstständige bei Poth & Poth oHG?
Der Check ist kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen auch Verträge, die bei anderen Versicherern abgeschlossen wurden. Eine Antwort erhalten Sie an Werktagen in der Regel innerhalb von 24 Stunden – persönlich, telefonisch oder per Video.


