Haus & Wohnung
Sinnvolle Versicherungen: Was Sie wirklich brauchen – und was nicht
Drei Policen zu viel, eine entscheidende zu wenig – das ist die häufigste Konstellation. Erfahren Sie, welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind und wo Sie Beiträge sparen können, ohne Schutzlücken zu riskieren.

Verständlich erklärt
- BausteinElementarschutz ergänzt Hausrat und Wohngebäude
- 0 €kostet unser Versicherungs-Check
- 24 hbis zur Antwort an Werktagen
Kurz beantwortet
Eine Versicherung ist sinnvoll, wenn der mögliche Schaden Ihre finanzielle Handlungsfähigkeit dauerhaft gefährden würde. Zum unverzichtbaren Grundgerüst gehören Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankenversicherung sowie – für Eigentümer – die Wohngebäudeversicherung. Kleinstrisiken, die Sie selbst tragen können, müssen nicht versichert werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Existenzrisiken absichern zuerst: Haftpflicht und Berufsunfähigkeit sind für nahezu jeden Erwerbstätigen unverzichtbar.
- Wohngebäudeversicherung ist für Eigentümer Pflicht – Feuer, Sturm und Leitungswasser können den Immobilienwert übersteigen.
- Elementarschäden durch Starkregen sind in Standard-Policen meist nicht enthalten – ein gezielter Check lohnt sich im Main-Kinzig-Kreis.
- Rund 25 % aller Erwerbstätigen werden im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig – die gesetzliche Absicherung reicht meist nicht aus.
- Kleinstrisiken wie Reisegepäck oder Handys müssen nicht extra versichert werden, wenn die Hausratversicherung Außenversicherung einschließt.
Was macht eine Versicherung überhaupt sinnvoll?
Eine Versicherung ist dann sinnvoll, wenn der mögliche Schaden Ihre finanzielle Handlungsfähigkeit dauerhaft einschränken würde – und wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit nicht so gering ist, dass Sie das Risiko vernachlässigen können. In der Praxis zeigt sich, dass viele Kleinstschäden versichert werden, die problemlos selbst getragen werden könnten, während existenzbedrohende Risiken offen bleiben.
- Existenzrisiken absichern: Risiken, die Sie finanziell ruinieren oder dauerhaft belasten würden – etwa Haftpflicht oder Berufsunfähigkeit.
- Wahrscheinliche Risiken einkalkulieren: Schäden, die mit realistischer Wahrscheinlichkeit eintreten – Hausrat bei Einbruch, Gebäude bei Sturm oder Feuer.
- Kleinstrisiken selbst tragen: Was Sie aus dem laufenden Budget ersetzen können, muss nicht versichert werden.
- Lebensphase beachten: Was für eine Familie mit Eigenheim gilt, passt nicht automatisch für eine Single-Wohnung oder einen Betrieb.
Welche Versicherungen sind für jeden unverzichtbar?
Es gibt eine Handvoll Absicherungen, die für nahezu jeden Erwachsenen in Deutschland zum Grundgerüst gehören. Wer sie nicht hat, trägt ein Risiko, das im Ernstfall die eigene Existenz gefährdet.
Privathaftpflicht
Zahlt, wenn Sie versehentlich einen anderen Menschen verletzen oder dessen Eigentum beschädigen. Schadensersatzansprüche bei Personenschäden sind gesetzlich nicht gedeckelt – ohne Privathaftpflicht haften Sie mit dem gesamten Privatvermögen.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Rund 25 Prozent aller Erwerbstätigen werden im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift erst unter strengen Voraussetzungen und fällt meist deutlich niedriger aus als das bisherige Einkommen (Stand: aktuelle Rechtslage – im Einzelfall prüfen).
Wohngebäudeversicherung
Für Eigentümer unverzichtbar. Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel können ein Gebäude so stark beschädigen, dass die Wiederherstellungskosten den Immobilienwert übersteigen. Mieter brauchen keine Gebäudeversicherung – das ist Sache des Vermieters.
Hausratversicherung
Der gesamte Inhalt einer Wohnung – Möbel, Elektronik, Kleidung, Fahrräder – kommt schnell auf 30.000 Euro oder mehr. Bei Einbruch, Feuer oder Leitungswasserschaden deckt die Hausratversicherung den Wiederbeschaffungswert.
Welche Versicherungen sind sinnvoll – aber nicht für jeden?
Jenseits des Grundgerüsts gibt es Absicherungen, die für bestimmte Lebenskonstellationen unverzichtbar sind, für andere aber kaum ins Gewicht fallen. Hier kommt es auf den Einzelfall an.
- Kfz-Versicherung (Kasko): Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich Pflicht. Ob Teil- oder Vollkasko sinnvoll ist, hängt vom Fahrzeugwert ab – ein älteres Fahrzeug mit geringem Restwert braucht meist keine Vollkasko mehr.
- Risikolebensversicherung: Für Familien mit gemeinsamer Baufinanzierung oder Alleinverdiener-Konstellationen gehört sie zum Pflichtprogramm. Wer keine Angehörigen absichern muss und schuldenfrei lebt, braucht sie seltener.
- Rechtsschutzversicherung: Wer Mieter ist, ein Fahrzeug hält oder in einem Angestelltenverhältnis arbeitet, hat ein realistisches Risiko, irgendwann rechtlichen Beistand zu benötigen. Für Selbstständige gilt das noch deutlicher.
- Pflegezusatzversicherung: Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Heimkosten. Je früher der Abschluss, desto günstiger die Beiträge – eine frühzeitige Prüfung lohnt sich.
Für Betriebe und Gewerbetreibende gelten eigene Regeln: Betriebshaftpflicht, Inhalts- und Betriebsunterbrechungsversicherung schließen Lücken, die eine private Police nicht füllt.
Was können Sie bei Versicherungen getrost weglassen?
Nicht jede angebotene Police ist für jeden sinnvoll. Einige Produkte decken Risiken ab, die bereits anderweitig versichert sind oder finanziell problemlos selbst getragen werden können.
Reisegepäckversicherung
Überschneidet sich häufig mit der Hausratversicherung, die bei vielen Tarifen Außenversicherung einschließt. Prüfen Sie zuerst Ihren bestehenden Hausratschutz.
Handyversicherung
Lohnt sich in vielen Fällen nur bei hochpreisigen Neugeräten, wenn weder Garantie noch Hausrat greifen. Der Beitrag übersteigt bei älteren Geräten oft den Nutzwert.
Restkreditversicherung
Oft teuer im Verhältnis zur Leistung – und enthält Wartezeiten sowie enge Ausschlüsse im Kleingedruckten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist häufig ungünstig.
Sinnvolle Versicherungen im Main-Kinzig-Kreis: Worauf es regional ankommt
Wer in Langenselbold, Hanau oder dem weiteren Main-Kinzig-Kreis lebt, kennt die Wetterlagen, die den Rhein-Main-Raum begleiten. Starkregen-Ereignisse haben in den vergangenen Jahren auch im Kreis Häuser und Keller geflutet – das Thema Elementarschaden ist hier kein abstraktes Risiko, sondern eine reale Erfahrung für viele Familien und Betriebe.
Standardmäßig decken Wohngebäude- und Hausratversicherungen Überschwemmung durch Starkregen und Rückstau nicht ab. Wer in einer der betroffenen Regionen des Main-Kinzig-Kreises wohnt, sollte seinen Vertrag gezielt auf den Elementarschadensbaustein prüfen – der Abschluss ist an einigen Standorten mit eingeschränkter Verfügbarkeit verbunden, was eine frühzeitige Prüfung sinnvoll macht.
Wie läuft ein Versicherungs-Check bei Poth & Poth ab?
Ein Versicherungs-Check ist unkomplizierter als viele denken. Sie brauchen keine vollständige Ablage – ein Überblick über Ihre wichtigsten Verträge reicht für den Einstieg.
- Schritt 1 – Unterlagen zusammenstellen: Policen oder Versicherungsscheine der Verträge, die Sie haben oder bei denen Sie unsicher sind.
- Schritt 2 – Beratungsgespräch vereinbaren: Persönlich in unserem Büro in der Gottlieb-Daimler-Str. 1 in Langenselbold, telefonisch unter 06184 9937044 oder per Video – was Ihnen lieber ist.
- Schritt 3 – Analyse und Empfehlung: Wir prüfen, ob Summen noch zeitgemäß sind, ob Bausteine fehlen und ob Sie doppelt versichert sind. Wir prüfen auch Verträge anderer Versicherer.
- Schritt 4 – Entscheidung liegt bei Ihnen: Der Check kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Sie entscheiden, ob und was Sie ändern möchten.
Poth & Poth oHG betreut rund 3.500 Kunden in Langenselbold, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis – mit 20 Jahren Versicherungswissen und einem festen Ansprechpartner auch im Schadenfall. Zur Übersicht unserer Leistungen rund um Haus und Wohnung oder zu Haftpflicht und Recht.
Unverzichtbar, situationsabhängig oder verzichtbar – wo steht Ihre Police?
| Versicherung | Unverzichtbar | Situationsabhängig | Oft verzichtbar |
|---|---|---|---|
| Privathaftpflicht | ✓ Für nahezu alle | – | – |
| Berufsunfähigkeit | ✓ Für Erwerbstätige | – | – |
| Krankenversicherung | ✓ Gesetzlich Pflicht | – | – |
| Wohngebäude | ✓ Für Eigentümer | – | Mieter (Sache des Vermieters) |
| Hausrat | ✓ Für Mieter & Eigentümer | – | – |
| Kfz-Haftpflicht | ✓ Gesetzlich Pflicht | – | – |
| Kfz-Kasko (Voll-/Teilkasko) | – | ✓ Je nach Fahrzeugwert | Bei älteren Fahrzeugen |
| Risikolebensversicherung | – | ✓ Für Familien, Baufinanzierung | Singles ohne Unterhaltspflicht |
| Rechtsschutz | – | ✓ Für Mieter, Autofahrer, Arbeitnehmer | – |
| Pflegezusatz | – | ✓ Ab Mitte 40 empfehlenswert | Nur bei hohen privaten Rücklagen |
| Reisegepäckversicherung | – | – | ✓ Meist durch Hausrat abgedeckt |
| Handyversicherung | – | – | ✓ Meist teuer im Verhältnis zur Leistung |
| Restkreditversicherung | – | – | ✓ Oft ungünstiges Preis-Leistungs-Verhältnis |
Häufige Fragen zu sinnvollen Versicherungen
Welche Versicherungen sind für Berufseinsteiger am wichtigsten?
Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeitsversicherung stehen ganz oben – die BU am besten früh abschließen, solange Gesundheitsfragen unkompliziert zu beantworten sind. Wer eine Wohnung hat, braucht zusätzlich eine Hausratversicherung.
Wie oft sollte ich meine Versicherungen überprüfen?
Bei jedem größeren Lebensereignis: Heirat, Geburt eines Kindes, Umzug, Hauskauf oder Jobwechsel. Ohne solche Veränderungen ist ein Check alle drei bis fünf Jahre sinnvoll.
Kann ich Versicherungen bündeln, um Kosten zu sparen?
Bei einigen Versicherern gibt es Kombi-Rabatte, etwa für Hausrat und Wohngebäude aus einer Hand. Wichtig ist, dass die Leistungen trotzdem zum eigenen Bedarf passen. Wir prüfen bestehende Verträge auch dann, wenn sie bei anderen Versicherern laufen.
Was tun, wenn der Versicherungsbeitrag zu hoch wird?
Erst den Vertrag prüfen, bevor er gekündigt wird. Oft gibt es Stellschrauben wie eine höhere Selbstbeteiligung oder eine angepasste Versicherungssumme. Kündigen ohne Alternative kann Schutzlücken öffnen, die im Schadenfall teuer werden.
Brauche ich als Mieter eine Wohngebäudeversicherung?
Nein – die Wohngebäudeversicherung ist Aufgabe des Vermieters. Als Mieter benötigen Sie jedoch eine Hausratversicherung, die Ihren eigenen Besitz in der Wohnung absichert.
Lohnt sich ein Versicherungs-Check, auch wenn alles geregelt scheint?
Ja. Wer seine Verträge seit Jahren nicht angeschaut hat, läuft Gefahr, mit veralteten Summen oder fehlenden Bausteinen unterwegs zu sein. Ein Check zeigt, wo Sie gut aufgestellt sind – und wo nicht. Er kostet nichts und verpflichtet zu nichts.



